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Meraner Höhenweg - Touren

  • 1. Tag - Start in den Meraner Höhenweg

    Von Meran aus erreicht man Dorf Tirol (620m) am besten mit dem Autobus vom Bahnhof Meran (Sommerfahrplan: 07.00 - 20.20 Uhr). Von dort mit dem Gästebus zur Talstation der Seilbahn nach Hochmut (1.361m). Rucksack geschultert, Panorama bewundert, Markierung Nr. 24 erblickt und hinauf zur Jausenstation Steinegg. Dort beginnt der gesicherte Hans - Frieden - Weg nun fast immer ansteigend über die Leiteralm (1.522m) bis zum Hochganghaus (1.839m). 

    Zeit für eine Rast, denn ab hier wird der Weg zum Steig, der alpine Züge annimmt, und sich AVS Jugendweg nennt. Vorbei an der Tablander Alm hinunter zur Nasserreith Hütte (1.523m) am Zielbach. Der Weg führt durch den Rammwald zum Berggasthof Giggelberg (1.565m). Hier beginnt der Vinschgauer Sonnenberg, herauf blinkt das silberne Band der Etsch und herüber die weißen Gipfel der Ortlergruppe. Für den ersten Tag besser hier übernachten und am nächsten Tag die größere Strecke bewältigen. 


    Gehzeiten
    Hochmut - Leiteralm: ca. 50 Min.
    Leiteralm - Hochganghaus: ca. 1 Std., 20 Min.
    Hochganghaus - Nassereith: ca. 2,5 Std.
    Nassereith - Giggelberg: ca. 1 Std., 15 Min.
    Gesamtgehzeit: ca. 5 Std., 55 Min.
  • 2. Tag - Tag der Leistung

    Wenn es am Anfang auch gemütlich beginnt, es wird anstrengender, da verschiedene Rinnen und Taleinschnitte zu überqueren sind, wobei Treppen, Leitern und Sicherungen das Steigen erleichtern. Zum Trost geht es von Hof zu Hof mit Einkehrmöglichkeiten: Hochforch (1.555m), Grub (1.377m), Galmein (1.389m), Patleid (1.386m), Kopfron (1.436m), Unterperfl (1.417m) und Katharinaberg (1.245m). Bis Unterperfl sind wir schon 5 Std. 50 Min. marschiert und könnten eigentlich bleiben. Aber für den Tag der Leistung haben wir uns viel vorgenommen. 

    Wir wollen noch das Pfossental erreichen und nochmals 4 Stunden Gehzeit hinzulegen. Am Seeboden (1.510m) verlassen wir den Vinschgauer Sonnenberg mit seiner typischen Vegetation und treten ein in die Welt des Hochgebirges, begrüßt vom Pfiff des Murmeltiers. Wir gehen nun rechtsseitig des Pfossentalbaches nach Vorderkaser (1.693m), das durch eine Straße mit dem Schnalstal verbunden ist. Hier eventuell auch die erste Übernachtungsmöglichkeit im Gasthof Jägerrast, die zweite befindet sich auf der Rableit Alm (2.004m) und die letzte am Eishof (2.071m). Wer es bis hierher geschafft hat, wird überwältigt sein vom Anblick des Talschlusses mit der Hohen Weißen (3.278m) und den weiten Weg nicht bereuen.

    Gehzeiten
    Giggelberg - Unterperfl: ca. 5 Std., 50 Min.
    Unterperfl - Jägerrast (Vorderkaser): ca. 2 Std., 45 Min.
    Jägerrast - Rableit (Alm): ca. 1 Std.
    Rableit - Eishof: ca. 20 Min.
    Gesamtgehzeit: ca. 9 Std., 55 Min. 

    Wenn man in oder nahe Katharinaberg übernachtet, wird natürlich aus einer 5-Tagestour eine 6-Tagestour.

  • 3. Tag - Dem Höhepunkt der Umrundung entgegen

    Angenommen, wir haben gestern den Eishof erreicht. Dann sind heute 859m Aufstieg zu bewältigen, das sind gute 3 Stunden. Auf einem gleichmäßig ansteigenden alten Militärweg, der für die Maultiere gedacht war, erreichen wir das Eisjöchl (2.895m) und die knapp darunter liegende Stettiner Hütte (Rif. Petrarca, CAI, 2.875m). 

    Beim Hüttenwirt erkundigen, ob sich der Steig zum Gipfel mit Schnee und Eis in den Rinnen präsentiert. Nach einer Rast auf der Hütte, umgeben von den Dreitausendern der Texelgruppe, gehen wir in Serpentinen von Höhenlinie zu Höhenlinie den Weg hinunter bis zur Lazinser Alm (1.860m), wo uns das Wiehern der Haflinger Pferde begrüßt. Hier heißt es Abschied nehmen vom Hochgebirge, von den Bergblumen und Almwirtschaften, denn es beginnt wieder die Welt der Bergbauern. Zwei Wege führen nach Pfelders (1.628m) mit seinen Hotels und Gasthöfen: Einer links und einer rechts des Pfelderer Baches. Am Forstweg rechts direkt in das Dorf. Ein gemütliches Gehen zur verdienten Nachtruhe nach drei anstrengenden Tagen.

    Gehzeiten
    Eishof - Stettiner Hütte: ca. 3,5 Std.
    Stettiner Hütte - Pfelders: ca. 2 Std., 45 Min.
    Gesamtgehzeit: ca. 6 Std., 15 Min.

    *Achtung: Der Mittelteil des bisherigen Normalweges (Wegmarkierung 48) auf die Hohe Wilde (3480 m) bleibt wegen einer durch abschmelzenden Permafrost verursachten Abbruchstelle im Gipfelbereich für immer gesperrt.  Eine » Neutrassierung des Weges ab der Gedenktafel "Hans-Grützmacher-Weg" wird im Sommer 2009 in Angriff genommen, sobald es die Verhältnisse zulassen (Naturpark Texelgruppe, AVS-Sektion Passeier, Bergrettung Pfelders, Hüttenwirt der Stettiner Hütte). Alle bisherigen Wegbeschreibungen sind nur mehr für den unteren Wegabschnitt bis zur Gedenktafel "Hans-Grützmacher-Weg" gültig.

  • 4. Tag - Das Passeiertal begleitet uns bis Meran

    Der Weg macht nun einen großen Bogen von Osten nach Süden und führt durch Wiesen und Wälder von Hof zu Hof, die im Gegensatz zum Vinschgau besser durch Niederschläge versorgt werden. Wir verlassen das freundliche Pfelders, die Markierung Nr. 24 führt uns nun nach drei Bachüberquerungen zum Klettergarten. Von dort geht es über den Fuxensteig weiter nach Bergkristall. Nun ohne Rodel die Rodelbahn hinunter bis zum Gasthof Ausserhütt (1.479m). Hier wieder typisch Meraner Höhenweg: Einsame Wälder, durchbrochen von Lichtungen, Wiesen und Bergbauernhöfen.

     Im Auf und Ab schlängelt sich der Weg nach Christl (1.029m) oberhalb von St. Leonhard, dem Hauptort des Passeiertales. Eine Rast im alten Gasthaus schadet nicht, denn ab hier bringt uns der Weg nach Süden, und es dauert nicht lange, und wir sehen den Doppelgipfel des Laugen oberhalb Lana. Gegenüber ragen die Felsenberge der Sarntaler Alpen mächtig vor uns auf. Die Erschließung der Höfe muss sein, daher benützt die Markierung auch ab und zu befestigte Straßen, wie über die Höfe Lockengeier und Thal nach Matatz oberhalb St. Martin (1.052m), wo uns zwei Gasthöfe zur Übernachtung einladen.

    Gehzeiten
    Pfelders - Ulfas: ca. 2 Std.
    Ulfas - Christl: ca. 1 Std., 20 Min.
    Christl - Matatz: ca. 1 Std.
    Gesamtgehzeit: ca. 4 Std., 20 Min.
  • 5. Tag - Abschied vom Meraner Höhenweg

    Ab Matatz die kühle Morgenluft ausnutzend, und mit der Sonne im Rücken, lässt sich’s leicht wandern auf unserem Weg nach Grub. Der Kalmbach mit seinem Wasserfall zwingt uns leider, auf 820m abzusteigen, um wieder bei Magdfeld die 1.000 - Meter - Linie zu erreichen. Jetzt schlängelt sich der Weg wirklich von Hof zu Hof und von Weiler zu Weiler, teils durch Wald bis hinein in das Spronser Tal zum Longfallhof (1.075m), ohne je die 1.200m Höhenlinie zu überschreiten. In Vernuer und Gfeis locken wieder Gasthöfe und Buschen zur Einkehr, und von dort sehen wir im Tal die Stadt Meran mit den umliegenden Orten Schenna, Lana, Marling und Dorf Tirol.

    Gehzeiten
    Matatz - Kalmbach: ca. 1 Std., 15 Min.
    Kalmbach - Magdfeld: ca. 1 Std.
    Magdfeld - Vernuer: ca. 2 Std.
    Vernuer - Longfall: ca. 2 Std.
    Gesamtgehzeit: ca. 6 Std., 15 Min.

    Am Longfall Hof angekommen, verlangt der Meraner Höhenweg wieder eine Entscheidung. Die Gemütlichen werden den Weg Nr. 6 einschlagen und über das Tiroler Kreuz per Bus, Meran erreichen.

    Die Ehrgeizigen und Tüchtigen beschließen den Meraner Höhenweg, wie es sich gehört, auf Hochmut (1.361m) und fahren mit der Seilbahn nach Dorf Tirol hinunter. Von Longfall führt der Steig durch Hochwald hinauf zum Thalbauer (1.209m), von dort durch Wiesen zur Bergstation der Seilbahn. Nach ca. 1 Stunde 20 Minuten befinden wir uns am Ende der Umrundung des Naturparks. Zur Entschädigung für alle Mühen genießen wir die herrliche Rundumsicht bis zu den Dolomiten.

    Unterkünfte auf dem Meraner Höhenweg

    Weitere Infos rund um den Meraner Höhenweg

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  • 09.02.2012
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