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Kultur in St. Martin
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Das Malerhaus und die Pfarrkirche zum Heiligen Martin
Das Malerhaus
Es mag vielleicht verwundern, dass an alten Häusern in St. Martin noch viele gut erhaltene Fresken zu finden sind. Es sind dies sprechende Zeugen, die vom einstigen Schaffen der Passeirer Malschule künden.
Nur wenige Schritte oberhalb des Dorfes St. Martin steht das Malerhaus. Außer den drei Freskobildern (Hl. Martin, Hl. Georg, Mutter Gottes mit Kranz), welche die Hauptfront des Hauses schmücken, erinnert nichts mehr daran, dass hier über hundert Jahre lang (1719 bis 1845) eine Malschule bestanden hat.
Die Malschule in Passeier gehörte zur Kunstrichtung der sogenannten "Nazarener". Die Künstler schufen nicht nur im Tale, ihre Bilder und Fresken sind im ganzen Tiroler Land zu finden. Mit dem Tode von Benedikt Auer (1845) wurde die Malschule in St. Martin aufgelassen. Damit sich der Kunstfreund vom Wirken genannter Künstler selber ein Bild machen kann, seien einige noch vorhandene Werke nachstehend angeführt:
In der Pfarrkirche von St. Martin:
- "Das letzte Abendmahl" von Nikolaus Auer dem Älteren (1771),
- "Herz Jesu" von Nikolaus Auer dem Jüngeren (1801),
- "Anbetung zu Bethlehem" von Josef Haller (1771).
Am Dorfplatz beim Turmhaus: Kranzlmutter, Hl. Josef und Mutter Gottes; neben dem Erker die Hl. Nepomuk und Florinus.
Pfarrkirche zum Heiligen Martin
Das Gotteshaus wird bereits 1178 erwähnt. Der untere Teil des Turmes stammt noch aus dieser romanischen Zeit. Die alte Kirche war gotischen Baustils. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche verlängert und mit Stuckaturen ausgeschmückt. Aus dieser Zeit stammt auch der Turmabschluss mit Zwiebeldach. Die vier schönen Barockaltäre und die Kanzel wurden im 18. Jahrhundert von der Malerschule Passeier errichtet. Die Kirche ist dem Hl. Martin geweiht und dem Benediktinerkloster Marienberg einverleibt.
Die Michaelskirche nebenan wurde 1508 erbaut.


















