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Geschichte des Kummersees
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Kummersee
Die Grundlage des Sees wurde bereits nach der letzten Eiszeit durch Gletscherausschürfungen und Moränendämme gelegt. Immer wieder kam es im Talbecken um Rabenstein zu Murenabgängen und Bergrutschen. Durch einen Bergsturz im Jahre 1401 wurde das Becken südlich von Rabenstein vollends gesperrt. Der See ist entstanden. Durch seine zahlreichen Ausbrüche bekam er die Bezeichnung „Kummersee“ .
8 Ausbrüche
22. September 1419, 14. September 1503, 30. September 1512,
21. Mai 1572, 18. Juni 1721, 17. September 1772, 09. September 1773, 22. Oktober 1774
Folgen
Die Stadt Meran erlitt größte Schäden durch die Ausbrüche des „Kummersees“. Zerstört wurden bei den verschiedenen Ausbrüchen: über die Hälfte der Stadt, das Spital samt Spitalskirche, neu gebaute Ringmauern und Stadttürme wurden mitten in die Stadt hineingetragen, der Steinerne Steg in Meran und vieles mehr. Inschriften im Stadtmuseum Meran und in der Spitalskirche Meran, zahlreiche Akten im Stadtarchiv Meran und Innsbruck zeugen von den Ausbrüchen. Die Regierung von Innsbruck ernannte eine eigene Kommission um weitere Ausbrüche zu verhindern. Mitglied dieser Komission war Kunstfreund und Dichter Michael Winnebacher, welcher lange Zeit als Kurator in Moos lebte und von welchem auch folgendes Gedicht stammt:
„Viel Muhren brechen aus, die sich im Grund anlegen
Und bringen mit der Schwöll bald neue See zuwegen.
So trug es dann sich zu in dem Passeyrer Thal,
Nachdem der Gspeller Berg sich neigte zu dem Fall
Und dessen großer Theil mit ungeheurem Krachen
In das sehr enge Thal sich thät heruntermachen.“


















